Allgemeines
Tryptophan gehört zu den essenziellen Aminosäuren, das heißt es kann vom menschlichen Organismus nicht selbst synthetisiert werden und muss durch die Nahrung zugeführt werden. Dabei zeichnen sich vor allem mageres Fleisch, Geflügel, Fisch, Milch, Käse oder Quark durch einen besonders hohen Tryptophangehalt aus. Neben dem Einbau in Proteine, dient Tryptophan vor allem als Ausgangsstoff für verschiedene Stoffwechselprodukte wie z.B. Serotonin oder Melatonin.
Wird Tryptophan nicht resorbiert, so fällt es dem Abbau der intestinalen Mikroflora anheim und wird u.a. zu Indol und Skatol umgewandelt. Das Indol wird anschließend in der Leber zu Indoxyl oxidiert, mit Sulfat oder Glucuronsäure verestert und als Indikan (Uroxanthin) im Urin ausgeschieden.
Das Auftreten hoher Indikanwerte deutet somit auf erhöhte bakterielle Aktivitäten in Dünn- und Dickdarm hin und wird mit Fäulnisprozessen im Darm und mit einer Überbesiedlung von anaeroben Bakterien (Dysbiose) in Verbindung gebracht.
Indikation
V.a. mikrobielle Fehlbesiedlung des Darmtrakts (Dysbiose)
Verwendung in