Allgemeines
Acamprosat (auch als N-Acetylhomotaurin bezeichnete Substanz, verwandt mit den aktiven Neurotransmitter-Aminosäuren ?-Aminobuttersäure, Glutamat und Taurin) dämpft eine durch Glutamat ausgelöste Übererregbarkeit des ZNS, indem es die Rezeptoren der Nervenzellen besetzt und dadurch das Andocken von Glutamatmolekülen verhindert. Da Alkoholkranke besonders viel Glutamat im Gehirn aufweisen, wird Acamprosat in der (ambulanten) Therapie der Alkoholkrankheit eingesetzt. Nicht jeder Alkoholkranke reagiert jedoch auf Acamprosat. Acamprosat ist nicht geeignet zur Behandlung der Symptome eines Alkoholentzugs.
Referenzbereiche
Bei oraler Gabe von 2 g Campral, verteilt auf "3 Einnahmen pro Tag, werden im ""Steady state""" mittlere Serumkonzentrationen 3 - 8 Stunden nach Gabe von ca. 350 µg/l erhalten.Verwendung in